Kfz-Mechaniker inspiziert das Fahrwerk eines angehobenen Fahrzeugs in der Werkstatt

Ob ein Fahrzeug die Voraussetzungen mitbringt, prüfen wir vorher, nicht hinterher.

Chris Gäbe

Inhaber, ATG-Martfeld

Mehr Zuladung und ein Fahrwerk, das sie trägt

Wohnmobile werden über die Jahre schwerer, nie leichter. Markise, Fahrradträger, Solarmodule, ein zweiter Gasflaschenkasten, der Grill, die Campingmöbel. Irgendwann steht auf der Waage eine Zahl, die im Fahrzeugschein nicht vorgesehen ist. Oder das Heck hängt sichtbar durch, der Aufbau wankt in der Kurve, und Seitenwind auf der Autobahn macht die Fahrt anstrengend.

Das sind zwei verschiedene Probleme, auch wenn sie zusammen auftreten. Zu wenig zulässiges Gesamtgewicht ist eine Frage der Papiere, ein weiches Fahrwerk eine Frage der Technik. Wir sehen uns an, was Sie tatsächlich mitnehmen, und sagen Ihnen, welcher der beiden Wege Ihr Problem löst. Manchmal sind es beide.

Zuerst die Frage, ob es überhaupt geht

Eine Auflastung ist keine Eintragung, die man einfach bestellt. Sie funktioniert nur, wenn das Fahrzeug die Reserven schon mitbringt: tragfähige Achsen, eine Bremsanlage, die zum höheren Gewicht passt, Reifen und Räder mit ausreichender Tragfähigkeit. Deshalb steht bei uns die Prüfung vor dem Angebot. Wir schauen in die Fahrzeugpapiere, gleichen die Achslasten ab und klären, welche Unterlagen und Prüfschritte für die Eintragung nötig sind. Erst danach bestellen wir Teile.

Bringt Ihr Fahrzeug die Voraussetzungen nicht mit, sagen wir das und suchen mit Ihnen die Alternative. Oft ist das eine Fahrwerksverstärkung, die das Fahrverhalten deutlich verbessert, ohne am Gesamtgewicht etwas zu ändern.

Was am Fahrwerk verstärkt wird

Ein durchhängendes Heck und ein wankender Aufbau sind kein Schicksal. Welches Bauteil hilft, hängt davon ab, wie Sie beladen und wie Sie fahren. Wer dauerhaft schwer unterwegs ist, braucht etwas anderes als jemand, der zweimal im Jahr voll packt.

  • Zusatzfedern für die Hinterachse gegen das hängende Heck

  • Luftfederung, zusätzlich zur Serienfeder oder als vollwertiger Ersatz

  • Stabilisatoren gegen Wanken in Kurven und bei Seitenwind

  • Verstärkte Stoßdämpfer für ruhigeres Fahrverhalten bei hoher Zuladung

  • Verstärkung der Hinterachse für dauerhaft hohe Lasten

  • Achsgeometrie und Reifendruck nach dem Umbau prüfen und einstellen

Was bei mehr Gesamtgewicht mitwachsen muss

Wird das zulässige Gesamtgewicht angehoben, betrifft das nicht nur eine Zahl im Schein. Alles, was dieses Gewicht trägt und verzögert, muss dazu passen. Genau das prüfen wir, und genau darüber sprechen wir vorher, damit die Rechnung am Ende keine Überraschung enthält.

  • Reifen mit passendem Load-Index und dazu berechnetem Luftdruck

  • Räder und Felgen mit ausreichender Tragfähigkeit

  • Bremsanlage prüfen und, wenn nötig, auf die höhere Last auslegen

  • Radlager, Achs- und Fahrwerksteile auf Verschleiß kontrollieren

  • Eintragung der Änderung in die Fahrzeugpapiere

  • Abschließende Probefahrt im beladenen Zustand

Erst prüfen, dann bestellen

Sie erfahren vor dem Umbau, was technisch geht und was es kostet.

Fahrzeug und Aufbau aus einer Hand

Ein Termin, ein Ansprechpartner, eine Rechnung, auch beim Umbau.

Das passt dazu

Auflastung und Bordtechnik hängen zusammen. Jedes Solarmodul und jede Batterie, die dazukommt, geht von der Zuladung ab. Wenn Sie beides planen, planen wir es gemeinsam.

Solaranlage und Ladetechnik

Solar, LiFePO4 und Ladebooster. Und wie viel Zuladung die Anlage kostet.

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Wenn Sie unterwegs liegen bleiben oder auf dem Stellplatz ohne Strom stehen.

Einen Überblick über alle Arbeiten an Fahrzeug und Aufbau finden Sie auf der Seite Wohnmobil-Werkstatt. Passende Reifen für die höhere Traglast bekommen Sie über unseren Reifenservice.

Sie wissen nicht, ob Ihr Wohnmobil die Voraussetzungen mitbringt? Bringen Sie die Papiere mit, wir schauen gemeinsam.
Schnelle Anfrage

Häufig gestellte Fragen

Mit dem Führerschein der Klasse B dürfen Sie Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht fahren. Wird darüber hinaus aufgelastet, brauchen Sie die Klasse C1. Das ist für viele der entscheidende Punkt. Deshalb sprechen wir vorher darüber, ob eine Auflastung innerhalb der 3,5 Tonnen ausreicht.
Das sind zwei verschiedene Dinge. Zusatzfedern, Luftfederung und Stabilisatoren verbessern das Fahrverhalten und die Lage des Aufbaus, ändern aber nichts am zulässigen Gesamtgewicht. Eine Auflastung erhöht das erlaubte Gewicht, macht das Fahrwerk aber nicht automatisch komfortabler. Wir schauen uns an, welches der beiden Probleme Sie tatsächlich haben.
Häufig ja. Reifen tragen nur bis zu der Last, für die ihr Load-Index ausgelegt ist, und der passende Luftdruck gehört dazu. Bei der Prüfung vor dem Umbau sehen wir uns Reifen und Räder mit an und sagen Ihnen, ob die vorhandenen weiterverwendet werden können.
Ja. Eine Änderung des zulässigen Gesamtgewichts muss in den Fahrzeugpapieren stehen, sonst ist sie wirkungslos. Welche Unterlagen und Prüfschritte dafür nötig sind, klären wir mit Ihnen, bevor der Umbau beginnt.
Ja. Die Technik dahinter ist dieselbe, und die Frage nach den Reserven stellt sich genauso. Auch für Firmenfahrzeuge sehen wir uns an, was tatsächlich geladen wird, und rechnen von dort zurück.